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Donnerstag, 19. Dezember 2019

ein ausflug zur westerburg


die westerburg liegt in sachsen-anhalt in der nähe von halberstadt und hat eine 1000jährige wechselvolle geschichte hinter sich. ausführlich nachlesen könnt ihr das auf wikipedia! sie gilt als eine der ältesten und schönsten wasserburgen deutschlands und ist von zwei gräben umgeben, die zur zeit aber leider kaum noch wasser führen und ziemlich zugewachsen sind.



die burg betritt man durch das torhaus 




die alten mühlsteine haben wunderbare patina angesetzt. wo sich einmal die dazugehörige mühle befand, habe ich nicht herausgefunden.



blick auf die innere burg mit dem schönen taubenturm






leider war die burg im mittelalter auch schauplatz mehrerer hexenprozesse.  "Zu den traurigsten Ereignissen in der Geschichte des Wasserschlosses Westerburg gehören die grausamen “Hexenprozesse”, die der Westerburger Amtmann Pregrenius Hünerkopf vertrat. Die ehemals im sog. “Schweißstüblein” (der heutigen Amsstube) aufbewahrten Prozessakten geben ein Bild, wie Hühnerkopf durch Folter und “Tränke” den Opfern Geständnisse abquälte, um sie dann auf dem Scheiterhaufen lebendig zu verbrennen. In den Jahren 1596-1597 fanden mehrere Hexenverbrennungen auf der Westerburg statt." (quelle) 
mehr zu den unfassbaren hexenprozessen im umkreis der westerburg und die rolle des amtmanns hühnerkopf findet sich auch HIER am beispiel der katharina bernburg. dort gibt es auch weiterreichende links.



die westerburg ist heute ein hotel und restaurant





zwischen den beiden wassergräben führt ein spazierweg einmal rund um die burg herum



im innenhof gab es noch eine dezemberrose zu entdecken...





...und in der nähe allerlei getier!

ein paar sommerliche und frühlingshafte bilder von der westerburg findet ihr HIER in zwei älteren ausgaben meines freitagsallerleis!

verlinkt bei juttas natur-donnerstag



mein blog und ich machen jetzt weihnachtspause! ich danke schon mal allen ganz herzlich, die mich bisher mit schöner post erfreut haben und hoffe, dass die meine inzwischen auch bei den meisten angekommen ist.


ich wünsche euch allen ein frohes weihnachtsfest und ein glückliches, friedliches und kreatives neues jahr und freue mich, wenn ihr mich hier im januar wieder besucht!


Freitag, 22. Juni 2018

freitagsallerlei 22/2018 / 12tel blick im juni



heute kein blumenstrauß, aber das beet vor unserer terrasse ist im moment  so schön, dass es keinen drinnen braucht! die lilie hatte ich übrigens bei einem discounter vorm vertrocknen gerettet...


die indianernesseln blühen gerade so schön und in tollen farben



und die hortensie annabell hat wieder viele blüten bekommen.


mit freunden machten wir einen ausflug ins vorharzgebiet und waren nach langem mal wieder auf der westerburg, einer alten wasserburg, die heute restaurant und hotel ist.




der taubenturm ist sehr gut erhalten und wunderschön anzusehen. heute kann man kaum glauben, dass hier im 16. jh frauen aus der umgebung als hexen verbrannt wurden.



auf der terrasse des restaurants kann man wunderbar im grünen sitzen, was wir allerdings diesmal nicht gemacht haben, denn wir sind noch weiter nach quedlinburg gefahren.



ein schöner weg führt dort steil hinauf zum münzenberg, der sich auf dem berg gegenüber des schlosses befindet.




heute befinden sich dort ca 65 meist liebevoll restaurierte kleine fachwerkhäuser. dort kann man auch ferienwohnungen  mieten.



der blick von dort oben aufs quedlinburger schloss und die gesamte stadt zum harz hin ist wirklich grandios!

großartig auf dem münzenberg ist auch - und man sollte es unbedingt besuchen, wenn man in der stadt weilt - das ehemalige benediktinerinnenkloster mit der marienkirche. nach der zerstörung in den bauernkriegen siedelten sich auch dort einfache leute an und bauten auf dem gelände des klosters ca 17 kleine häuser. heute sind die reste der klosterkirche, die sich dort regelrecht zwischen den häusern versteckt, wunderbar restauriert und als museum zu besichtigen. spannende infos zur entstehung des museums finden sich auch hier.



unter anderem wurden dort mehrere sogenannte kopfnischengräber entdeckt, die man durch eine glasplatte betrachten kann.



im obigen bild ist das ehemalige portal der kirche angedeutet, das sich heute  an der ebenfalls sehr sehenswerten romanischen wipertikirche befindet.



schön war es wieder in quedlinburg, zumal wir zum abschluss noch die eismanufaktur in der wordstraße besuchten und uns leckeres sanddorn- oder stachelbeereis schmecken ließen.

 



gestern konnte ich ganz glücklich ein päckchen aus london öffnen! christiane hatte mir wieder einmal wunderbare kleinigkeiten vom ufer der themse geschickt.



von andrea von "fearlesscreativity" steckte letzte woche auch ein kleinod im briefkasten. so eine tolle karte (ich sag nur: walzendruck!) und so ein liebevoll gemachtes booklet mit ganz schönem innenleben!



birgitt förderte mein meerweh mit ihrer bunten karte von der ostsee



...und von einer kunstschachtel-liebhaberin bekam ich diese feine collage! herzlichen dank an alle, die mir so schöne glücksbringer schickten!


12tel blick im juni






aufgenommen mitte des monats. trotz der trockenheit ist die hortensie annabell gut gewachsen und die kirschenernte besser als je zuvor.  nur der gemähten wiese sieht man den mangelnden regen an. die flechten auf dem gartentisch gieße ich übrigens ab und zu, damit sie nicht verdorren! erfreulicherweise hat es gestern endlich mal ein bisschen geregnet.

verlinken werde ich meine bilder später bei evas "verfuchst und zugenäht", die den 12tel blick freundlicherweise von tabea übernommen hat.



ich wünsche euch ein wunderbares wochenende und verabschiede mich in eine längere 
 b l o g p a u s e.
mitte juli geht es dann hier weiter. habt auch eine gute zeit - zu hause, am meer oder in den bergen. vielleicht sehen wir uns ja auf instagram!


Freitag, 6. März 2015

freitagsallerlei 7/15




auf einem spaziergang eine gefällte weide entdeckt und ein paar zweige mit nach haus genommen. sie kommen heute in holunderblütchens blumenladen!

die kirschblüten sind aufgeblüht. maus, hund und tapir hab ich immer im blick!


ein ausflug führte uns am wochenende in die nähe des grünen bandes zur westerburg in sachsen-anhalt. sie soll die älteste noch erhaltene wasserburg deutschlands sein.

foto via








heute beherbert die westerburg ein hotel und restaurant. im sommer kann man herrlich draußen sitzen und mit blick auf den wassergraben und wunderbare alte bäume kaffee trinken. im romantischen innenhof finden im rahmen des kultursommers auch konzerte und andere veranstaltungen statt.



im haus der kulturen in braunschweig - einem ort für multikulturelle begegnungen - fand ein wunderbarer finnischer kulturbrunch statt. interessante vorträge über architektur und design und das finnische bildungssysstem standen neben einem köstlichen bufett mit finnischen spezialitäten im mittelpunkt.
für alle, die in der nähe wohnen: am 19. april gibt es einen indischen kulturbrunch!


weil es die woche über immer sehr stürmisch und/oder regnerisch war, hab ich das mandala nach innen verlegt. diesmal mit silberlingsblättern und weidenkätzchen vom obigen strauß.



ein morgenhimmel mit blick über das braunkohle-abbaugebiet bei helmstedt. im hintergrund das kohlekraftwerk buschhaus, das anfang der 1980er jahre bundesweit für aufsehen sorgte, weil es über einen langen zeitraum die "dreckschleuder" der nation war. zu dieser zeit gab es im winter regelmäßig starken smog - nicht nur in der region braunschweig, die aber  schon allein durch die abgase der großen stahlwerke in peine und salzgitter stark davon betroffen war. in einem "spiegel"-artikel von 1987 kann man die unendliche geschichte von "filz, fouls und fehlern" bei der genehmigung dieses kraftwerks nachlesen. 
leidtragende war die bevölkerung, besonders die kinder, die nicht nur in dieser gegend sehr stark von pseudokrupp, asthma und anderen atemwegserkrankungen betroffen waren. das thema waldsterben und saurer regen war damals in aller munde und es gab erheblicher proteste in ganz deutschland gegen die inbetriebnahme.
1985 ging buschhaus trotzdem ans netz, erst 1987 wurde die die abgasreinigung eingebaut, die aber jahrelang nicht richtig funktionierte. 2002 wurde buschhaus erneut saniert und hat heute den immer noch höchsten schornstein deutschlands
buschhaus wird bis 2030 am netz bleiben. leider habe ich bei meinen recherchen keine informationen gefunden, was die anlage heute noch so an dreck in die luft schleudert.
diesen schönen himmel, der bei mir so viele - nicht so gute - erinnerungen auslöste,  verlinke ich morgen bei katjas "in heaven". 


nur ein bild
für dania

c  h  ö  n  e  s    w  o  c  h  e  n  e  n  d  e 


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