anfang juli habe ich mich bei schönem sommerwetter auf den weg nach ilsede gemacht, um den dortigen industriepfad zu erkunden. der ort liegt ca 25 km westlich von braunschweig und gehört zum landkreis peine. die ilseder hütte, ein hochofenwerk, wurde 1858 gegründet und diente der verhüttung der eisenerzes, das in der umgebung abgebaut wurde. 1870 kam noch eine eigene kokerei hinzu. der gesamte komplex umfasste ca 40 ha.
"Mit Ausnahme des Jahres 1945 produzierte die Ilseder Hütte bei ständiger Erweiterung der Werksanlagen kontinuierlich Roheisen. 1970 erfolgte in einer Zeit der Strukturkrise in der Stahlindustrie die Fusion mit der Salzgitter Hüttenwerk AG zur Stahlwerke Peine-Salzgitter AG. Obwohl in den Erzlagerstätten des Ilseder Raums noch genügend Erz vorhanden war, konnte dem Druck der billigeren und höherwertigen Importerze nicht standgehalten werden. Am 30. Juni 1976 wurde in Bülten (Schacht Emilie) und am 31. Dezember 1977 in Lengede die Produktion eingestellt. Die endgültige Schließung der Gruben erfolgte für Bülten im Juni 1979 und für Lengede ein halbes Jahr später. ....Im November 1982 und April 1983 folgte die Stilllegung der zwei noch produzierenden Hochöfen in Groß Ilsede. Am 28. August 1995 mit Einstellung des Kraftwerks- und Kokereibetriebes wurde der Produktionsstandort endgültig aufgegeben." quelle
"Der Förderverein Haus der Geschichte – Ilseder Hütte e.V. hat über das gesamte Gelände einen Industriepfad mit 20 Stationen angelegt, es werden Gebäude, Betriebsstätten, Betriebssituationen und Exponate erklärt. In der ehemaligen Umformerstation direkt am Kugelwasserturm zeigt eine Industrieausstellung die Geschichte der Ilseder Hütte." quelle . diese hatte leider geschlossen, als ich dort war.
HIER findet ihr den übersichtsplan und infos über die einzelnen stationen, die ich abgelaufen bin. die fotos entsprechen allerdings nicht der reihenfolge des rundgangs.




















































