wie ich schon am mittwoch bei meinen 12 von 12 andeutete, war ich ich in einem meiner lieblings-harzklöster unterwegs, dem kloster michaelstein bei blankenburg. es ist eine ehemalige zisterzienser-abtei aus dem 12. jahrhundert und dient heute als musikakademie, veranstaltungsort tagungshaus und museum. ich werde hier keine geschichtliche abhandlung schreiben, die historie könnt ihr bei interesse bei wikipedia nachlesen.
das torhaus des klosters (innenansicht)
einer meiner lieblingsorte: der vierseitige kreuzgang. im inneren befindet sich ein garten.
blick auf die andere seite des kreuzgangs und den innengarten
der kapitelsaal wird von zwei säulen getragen. er war früher einmal der versammlungsort der mönche. später wurde der raum als kirche genutzt.
blick vom innengarten zu einem teil des kreuzgangs
an der südseite des klosters befindet sich der kräutergarten, der nach alten vorbildern wieder hergestellt wurde und beherbergt ca 260 pflanzen des mittelalters. er gehört - wie auch der gemüsegarten - zu den "gartenträumen sachsen-anhalt"s und ist ein lohnenswertes ziel für alle gartenliebhaber*innen. HIER gibt es dazu mehr informationen und u.a. auch schöne luftaufnahmen der gesamten klosteranlage.
der kräutergarten wird von einer alten mauer umfriedet, die im herbst besonders schön anzusehen ist
ein alter und ein junger mispelbaum im kräutergarten. ich habe die früchte vor jahren mal probiert und mochte sie gar nicht. inzwischen weiß ich, dass sie erst frost abbekommen müssen. dann kann man sie auch roh essen oder zu marmelade oder getränken verarbeiten. auch als heilkräuter finden sie verwendung.
jetzt bin ich im großen obst- und gemüsegarten des klosters angelangt. er befindet sich an der ostseite der klausur und wurde ab dem jahr 2000 neu angelegt. "Die etwa 100 angebauten Pflanzenarten repräsentieren insbesondere die
feinen Gemüse und Würzen der Mönchstafel sowie deren gewöhnliche
Hausgemüse und Ackerfrüchte." (quelle)
im hintergrund seht ihr zwei bäume - links einen speierling und rechts einen schwarzen maulbeerbaum, dessen gelbfärbung in der sonne wunderbar leuchtet.
den speierling kenne ich noch aus hessen, denn dort wird er gerne dem apfelwein zugesetzt, weil er sehr tanninhaltig ist. er ist ein wildobstbaum, gehört aber zur kategorie der mehlbeeren - wie z.b. auch die eberesche, wie man an den blättern gut erkennen kann. seine früchte sind etwa walnussgroß.
leider habe ich noch nie die früchte des maulbeerbaumes gekostet. auch hier waren keine mehr zu sehen. da muss ich wohl nächstes jahr im sommer mal wiederkommen!
die bäume des klostergartens verlinke ich noch bei astrids "mein freund der baum".
die musikausstellung des museums "klang-zeit-raum" der musikakademie sachsen-anhalts habe ich nur kurz gestreift, denn bei dem herrlichen wetter war mir mehr nach draußensein.
so fuhr ich noch ins nicht weit entfernte kloster drübeck und durchwanderte wieder das große labyrinth. HIER hatte ich im sommer schon einmal darüber berichtet.
ein paar nette schafe schauten mir dabei zu!
zum abschluss dieses schönen ausflugs gab es noch im klostercafé einen leckeren schwedischen apfelkuchen!
meinen beitrag verlinke ich bei kristina's monatsspaziergang und bin sehr gespannt, in welchen schönen oder interessanten gegenden die anderen bloggerinnen im oktober unterwegs gewesen sind.
außerdem verlinke ich die klostergärten noch bei elkes naturdonnerstag!






















