das ist wohl der letzte flieder in diesem jahr und die maiglöckchen sind auch langsam schon wieder am verblühen. aber was für ein duft!! mir war es schon etwas zu viel und so wurden beide nach dem foto wieder getrennt... ab damit zu holunderblütchens schönen blumentag! und weil ich grad entdeckt habe, dass bei kebo heute bei "typisch für..." das motto blumen sind, verlinke ich meine blüten gerne auch bei ihr.
letzten samstag durfte ich mein traumhaus besuchen - mitten in der heide gelegen und einfach nur wunderwunderschön. ein garten mit verwitterten nebengebäuden, einer großen wildwiese, mit riesigen alten eichen und einer große blutbuche, mit viel flieder und hasenglöckchen, farn und zimbelkraut, blauregen und efeu.
hier wohnen die eltern einer lieben freundin und wir haben den tag damit verbracht, viel zu reden, zu essen und zu drucken. es war ein wunderschöner tag, dem auch der regen nichts anhaben konnte!
gestern bin ich in der jungsteinzeit unterwegs gewesen. nicht weit von uns, in der nähe von helmstedt liegen auf einem hügel die lübbensteine - zwei großsteingräber, die ca 3500 v. chr entstanden sind. von der höhe aus hat man einen wunderbaren blick ins umland und ich hatte das glück, das gerade herrliche wolkenformationen unterwegs waren. eine davon darf morgen bei katjas "in heaven" dabei sein.
anschließend bin ich noch ein wenig auf mittelalterlichem boden gewandelt. das ehemalige kloster marienberg liegt mitten in helmstedt auf einem hügel und wurde 1176 als stift gegründet. es beherbergt heute die über deutschlands grenzen hinaus bekannte paramentenwerkstatt, in der kunstvolle textilien für liturgie und für die ausstattung von kirchen hergestellt und restauriert werden. ich habe mir vorgenommen, demnächst einmal eine führung durch das kloster und die werkstatt mitzumachen.
dieser schöne ort lud mich natürlich dazu ein, ein mandala zu legen. schon fast verblühter flieder, blauregenblüten, gänseblümchen und efeublätter sind diesmal dabei. der wind verwehte es, kaum dass ich es fotografiert hatte...
nun wohne ich schon seit über 20 jahren in der nähe von helmstedt und habe noch nie das "juleum" besucht. das ist ein mehrgeschossiges bibliotheks- und hörsaalgebäude der früheren universität, die zwischen 1592 und 1612 im baustil der weserrenaissance in helmstedt errichtet wurde. 1625 war sie die drittgrößte universität in deutschland. durch starke konkurrenz (z.b. der göttinger universität) und eine rigorose theologische fakultät wandelte sie sich aber bald in eine reine provinzuniversität. 1810 wurde sie schließlich geschlossen. interessant ist, dass die juristische fakultät dieser uni sich als besonders hart bei den hexenverfolgungen hervorgetan hat. es wäre schon spannend, sich ein wenig mehr damit zu beschäftigen!
ich wünsche euch wunderschöne pfingsttage!
ich mache ein paar tage blogpause und genieße das analoge leben.
habt es schön - bis irgendwann nächste woche!





