über silvester haben wie ein paar tage in schleswig-holstein verbracht, genauer gesagt, am mündungsarm der schlei in die ostsee (siehe auch meinen bericht HIER!). die schlei ist ein meeresarm der ostsee, der sich von schleswig bis kappeln entlangzieht. sie trennt die beiden schleswigschen landschaften angeln im norden und schwansen im süden.
am 31.12. hatten wir wunderbares wetter. es war zwar kalt, aber meist sonnig und so machten wir eine tour zu zwei orten, die ich schon länger gerne einmal besuchen wollte. unser erstes ziel an diesem tag war der kleine fischerort maasholm. wenn ihr lust habt, schaut euch mal HIER das wunderschöne video von maasholm an!
wir machten einen rundweg entlang der schlei bis zum hafen. interessante foto-infotafeln ließen uns einen eindruck des ortes um 1900 gewinnen.
der weg führte auch an der kirche des ortes vorbei. ich mochte die treppe aus feldsteinen besonders gerne.
"auch heute noch bestimmen Netze, Fischkisten, Kutter und Co. das
unverkennbare, maritime Flair eines traditionellen Fischerortes." quelle
die skulptur "peter aal" am hafen weist auf eine alte fangmethode der fischer hin.
mitten im ort entdeckten wir das café "sand am meer" wo wir uns mit heißem tee aufwärmen konnten und sehr leckeren hausgebackenen kuchen verspeisten. sehr erfreulich, dass es sogar an silvester geöffnet hatte!
ein paar farben hab ich auch noch gesammelt. schön fand ich, dass in maasholm alle hausnummern auf kleinen segelschiffen angebracht sind.
weil wir noch genügend zeit hatten, besuchten wir noch arnis, das in der nähe von kappeln am nördlichen ufer der schlei liegt.
auch hier konnten wir einen rundweg entlang der schlei machen. arnis ist die kleinste stadt deutschlands mit nur ca 300 einwohnern und bekam durch eine gebietsreform und einen pfiffigen bürgermeister im jahr 1934 stadtrecht.
"Das Stadtbild prägen neben unzähligen Linden auch weiße Altbauten mit
ziegelroten Spitzdächern und bunt gestrichenen Türen. An vielen Fassaden
ranken sich Rosen empor. Sitzbänke laden zum Verweilen und Klönen ein.
Ein Zentrum sucht man in Arnis vergebens, stattdessen zieht sich die
Lange Straße durch den Ort. Mit gerade einmal 600 Metern ist es die
längste Straße in der kleinsten Stadt Deutschlands." quelle wer mehr über die geschichte, die architektur und die stadtentwicklung erfahren möchte, dem empfehle ich den ausführlichen beitrag auf wikipedia.
die seilfähre von arnis nach sundsacker hatte gerade winterpause.
heute sieht man den meisten häusern nicht mehr an, dass während der oktobersturmflut 2023 die deiche brachen und fast ganz arnis überschwemmt wurde. da half leider auch die landesbrandkasse nicht weiter. bei interesse schaut euch gerne in der ard-mediathek die nordstory "wiederaufbau an der küste" an, wo ihr alles über den großen sturm und die folgen sehen könnt.
"Im Süden der Halbinsel nicht weit vom Ufer steht eines der ältesten und
zugleich sehenswertesten Gebäude von Arnis: Die evangelisch-lutherische
Schifferkirche. Ihren Namen verdankt sie den detailreichen
Schiffsmodellen, die in ihrem Inneren von der Decke hängen. Sie stammen
teils aus dem 18. Jahrhundert. Arnisser Schiffer hatten sie der Kirche
geschenkt, als Dank für eine Seenotrettung. Sowohl die Kirche als auch
der angrenzende Friedhof stehen unter Denkmalschutz." quelle . leider waren die türen für uns verschlossen.
linden im winterkleid auf dem friedhof
wenn ihr noch mehr über die schöne gegend rund um die schlei erfahren wollt: in der ard-mediathek gibt es einen beitrag aus der reihe "landpartie". dort geht es u.a. auch in die geltinger birk, nach maasholm und nach arnis.
besonders erfreulich war für uns, dass es am silvestertag weder in maasholm noch in arnis (wo feuerwerk verboten ist!) irgendwelche böllerei gab. nur aus der ferne aus kappeln kamen manchmal einige knallgeräusche herübergeweht.
unseren ausflug verlinke ich gerne bei heikes monatsspaziergängen und freue mich schon auf die beiträge anderer spaziergängerinnen. danke, liebe heike, dass du auch 2026 wieder unsere beiträge einsammelst!
13 Kommentare:
Die Hausnummern auf den kleinen Booten sind ein hübscher landestypischer Hingucker.
Schmunzeln musste ich auch beim Anblick des blau-weißen Kaffeeservices. Solch eins gab es gefühlt in jedem Haushalt.
Schöne Impressionen sind das. In der Gegend war ich noch nicht. Dein schöner Post macht Lust dort auf Entdeckungsreise zu gehen.
Vielen Dank.
Liebe Grüße von
Heike
Das besondere am Angeln von Aalen wurde auch in zwei Romanen beschrieben, die ich diesen Monat gelesen habe, das war mir auch nicht selbstverständlich.
Die Orte sind so pittoresk! Ich mag diese Architektur und die liebevollen Details, die dort eher bewahrt werden als hier im mittleren Westen Deutschlands ( was mich immer ärgert ). Dazu gehört irgendwie auch das Geschirr mit Strohblumenmuster, welches aber nie in meiner Familie in Besitz war ( das habe ich bei anderen kennengelernt, die es hegten ).
Ich kann mir gut vorstellen, wie erholsam es dort gewesen ist!
Hab einen schönen Sonntag!
Astrid
Liebe Mano,
da bin ich wieder ganz angetan, von deinen wunderschönen Bildern aus dem Norden. Da scheinen alle Häuser und Orte fotogen zu sein :-). Ganz besonders hübsch sind auch die Hausnummern und die Haustüren, eine schöner wie die andere. Die kleinste Stadt Deutschlands wäre wirklich mal einen Besuch wert…
Liebe Grüße
Ingrid
Gerade diese Woche habe ich einen Artikle über kleine Städte gelesen, darin kam Arnis natürlich auch vor. Und schon sehe und lese ich bei dir noch mehr über diese hübsche kleinste Stadt Deutschlands. Die Kleinststädte, die ich bisher so kenne, sind in Unterfranken zu finden und haben seit dem Mittelalter Stadtrecht. Da ist Arnis mit 1934 sehr spät dran, die Geschichte dazu muss ich nochmal genauer lesen. Schade, dass die Kirche verschlossen war, die Schiffsmodelle wären sicher interessant gewesen. Und wie schön, dass der Tag eures Ausflugs zwar kalt, aber sonnig und trocken war. Auch der andere Ort, Maasholm, gefällt mir gut. Vor allem die Hausnummernschiffe, der Baum bei der Kirche und auch das Flusskieselpflaster (das hier in Graz nach dem Fluss Murnockerlpflaster genannt wird). Und das nette Café mit dem klassischen blauweißen Geschirr. Danke fürs Mitnehmen, liebe Grüße, heike
Liebe Mano,
Deine Begeisterung für diese entzückenden Ortschaften kann ich bestens nachvollziehen. An solchen Ausflügen würde ich mich ebenfalls erfreuen. Alles wirkt sehr beschaulich, die Welt scheint noch in Ordnung zu sein.
Auch für uns muss es immer eine Pause in einem Caféhaus sein, danach fühlen wir uns gestärkt für weitere Erkundungen oder für den Weg nachhause.
Silvester ohne Knallerei, das lob ich mir!
Ich wünsche Dir einen guten Wochenbeginn und grüße herzlich, C Stern
Einfach herrlich, so malerisch - und sicher auch eine gute Idee, der Silvesterböllerei zu entkommen.
Schade nur, dass die schmucken Städtchen so weit von hier entfernt sind.
Lieben Gruss in die neue Woche,
Brigitte
Ups, da habe ich wohl etwas daneben geklickt, also noch mal, denn es ist ein so wunderschöner Beitrag!
Ich mag die Atmosphäre, die Kleinig- und Großigkeiten 😉, wie die Hausnummern auf Schiffen oder ein Café, welches sogar Silvester auf hat und die Rosen vor den erhaltenen Häusern....Und dann auch noch ohne Knallerei!!
Dankeschön, würde am Liebsten sofort hin fahren.
😄
Liebe Grüße und schöne Woche
Nina
schöne reisebilder !
lg mo
Zwei lauschige Orte, einfach nur schön, da lässt es sich aushalten. Die Hausnummern auf den kleinen Segelschiffen sind witzig. Arnis mit den hübschen Häusern gefällt mir besonders gut.
Danke fürs Mitnehmen.
Liebe Grüße, Claudia
Herrlich...das sind wirklich zwei zauberhafte Orte, liebe Mano...im Norden herrscht solch einen urige gelassene Atmosphäre, die du wunderbar in Bild und Wort eingefangen hast.
Lieben Dank für deine schönen Eindrücke...das blau-weiße Geschirr "Indisch Blau" gab es hier in den Haushalten auch oft zu sehen.
Einen lieben Gruß von Marita
Wieder viel gelernt mit deinen schönen Bildern. Es gibt so viel zu entdecken in diesem Land. Toll, das silvester das Café aufhatte, denn das ist ein heikler Tag wie ich aus Erfahrung weiß.
Danke für deine Antwort bezüglich der Größe der Landschaften.
Viele Grüße, Karen
Liebe Mano,
dankeschön fürs Teilen deiner Bilder. Wenn ich was über den Norden lese, werde ich immer ganz wehmütig. Das blau-weiße Geschirr ist auch in meiner Familie beliebt - nordisch bei Nature! Yes!!
Liebste Grüße vom Nordlicht
Annette
hach wie schön.. in Maasholm waren wir zwar nicht aber in Arnis und Kappeln
Arnis ist ein liebenswertes Städtchen
das mit der Sturmflut wußte ich gar nicht
wie gut dass alles wieder hergerichtet wurde
jetzt im Winter hattet ihr sicher die Orte für euch ..
schade dass ihr nicht in die Kirche konntet
wir waren damals in einem Lokal auf der Schlei und haben dort sehr guten Kuchen bekommen
das frisische Geschirr (Strohblumen indisch blau ) passt so gut und der Kuchen sieht lecker aus
liebe Grüße
Rosi
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