ein kleiner rückblick auf die ersten zehn tage im mai
ich schreibe täglich in stichworten tagebuch, versehen mit kleinen zeichnungen und einem "wetterbericht". der mai zeigte sich bisher eher wie sonst der april. regen und sonne wechselten sich ab, es war nachts sehr kalt, tags stiegen die temperaturen am monatsbeginn nicht viel höher als 15 grad . erst gestern bekamen wir sommerliche temperaturen.
wir haben wieder mehrere wanderungen im elm und im harz gemacht. überall blüht jetzt der bärlauch. dazu vielleicht am nächsten naturdonnerstag mehr.
im garten begann der flieder zu blühen, blieb nur kurz und war dann schnell wieder verblüht. viele akeleien in schönen farbtönen sind im mai überall zu finden.
die ersten mohnblüten haben sich geöffnet...
...und eine distel hab ich vorm rasenmäher gerettet
die terrasse wurde ein bisschen hübsch gemacht - gruß an die bahnwärterin, ein bisschen deko gibt es hier auch ;)!!
und mangold, kapuzinerkresse und anderes ausgesät. die ersten kleinen blättchen sind schon zu sehen.
eigentlich wäre ich die letzten tage in hamburg gewesen, hätte mir eine ballettvorführung angeschaut, wäre vielleicht wieder in travemünde am strand langgelaufen und hätte sicher auch einen meiner lieblingsläden im karoviertel besucht. sabine ortland vom M39 in der marktstraße macht wunderbare mode - "von der collage zum materialmix". von ihr habe ich schon mehrere schals und stulpen. sie verwendet reststoffe und macht daraus jacken, kleider, loops u.a. mehr. diesmal habe ich mir obigen loop bestellt - mit ankern und sehr maritim angehaucht - voll verliebt! (unbezahlte, unbeauftragte werbung!)
und weil sabine so viel geduld mit mir bei der auswahl hatte, habe ich ihr - sie liebt sachen aus den 50er jahren - eine kleine schachtel mit einem alten matrosen-anstecker gemacht - eine kleine hamburgensie sozusagen!
bei instagram gibt es ja jede woche den #fischamfreitag. ich hab immer großes vergnügen, mir etwas dazu auszudenken. diesmal waren es gestanzte fischbriefmarken.
einen collage mit wal brachte die postbotin zu einer meerliebhaberin! dafür hab ich auch schnipsel von christine buntpapierfabrik und weitere aus dem workshop in dresden verwendet.
eine collage zum "tag des tapirs" (was es alles gibt!) flog natürlich nach paris
da ich momentan viel zeit im arbeitszimmer verbringe, entstanden noch mehr "wilde collagen in wilden zeiten." eine davon ging zu den kunstmuseen krefeld, die eine collageaktion unter dem motto "stay home - mail art" ins leben gerufen hatten.
viel schöne post ist auch hier eingetroffen. herzlichen dank an svea, eva im garten, ulrike und susanne!
nina von wippsteerts schickte eine ganz liebevolles päckchen mit lieblings-eulen-stempeln und dem wunderbaren duft von lorbeer. dankeschön!!
und von karen kam eine schachtel voller ephemera, die ihr vater aufgehoben hat. ist die "salonbombe" nicht herrlich? ich glaube, ich muss doch mal wieder eine schachtel machen!!
taijas kunstaktion aus der "quadratäne" hat mich auch voll gepackt. gleich drei neue quadrate mit kirschblüten hab ich in die welt geschickt. vielleicht werden es noch mehr!
bisher sind mein mann und ich (beide besonders gefährdet) gut durch die c-zeit gekommen. wir haben ja das glück, dass wir in niedersachsen keine ausgangsbeschränkung haben und so viel in der natur unterwegs sein können.
ich kaufe ein- bis zweimal in der woche gleich frühmorgens in einem kleinen supermarkt im nachbarort ein - ohne jeglichen andrang und mit viel abstand und desinfektionstüchern am eingang. in der stadt war ich schon seit fast acht wochen nicht mehr und habe es bisher überhaupt nicht vermisst. seit den öffnungen aller geschäfte soll es wieder sehr voll dort sein und am montag dürfen auch restaurants und cafés wieder öffnen. mir geht das viel zu schnell und ich hoffe nur, dass die infektionszahlen nicht wieder hochschnellen.
wir sind trotz allem
zuversichtlich und hoffen, dass der sommer das virus ausbremst und dass
die forschung bald ein medikament bzw. sogar einen impfschutz
entwickelt.
als einen skandal empfinde ich die infektionen der bulgarischen und rumänischen arbeiter*innen in spargel- und schlachthöfen. leider wird das alles nur in bezug auf die ansteckung mit covid 19 gesehen und nicht als das, was es eigentlich ist: moderne sklaverei! die betreiber solcher einrichtungen müssten eigentlich sofort ihre läden durchgängig schließen und ihnen müsste der prozess für dieser unmenschlichen arbeits- und lebensbedingungen gemacht werden.
diesen rindviechern geht es besser als vielen dieser menschen, die in unserem land ausgebeutet werden!
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samstagsplausch bei karminrot
frühlingsglück beim fachwerkhaus im grünen