Montag, 7. März 2016

kunstschachtel nr 9/2016, guter rat / papierliebe




kunstschachtel nr 9/2016, guter rat
10 x 16 cm
materialien: besteckschachtel, foto, wäscheknöpfe, pergamintütchen, streichholzschachtel-schildchen (riesa), tonmurmel, buchstabe (alles vintage), briefmarke, stecknadel



 papierliebe am montag
 
als thema für den monat märz hat frau nahtlust "transparenz" ausgewählt - ein thema, das mir sehr gefällt.
schon in meiner obigen schachtel könnt ihr ein altes pergamintütchen entdecken, es war einmal eine verpackung für angelhaken. den dazugehörigen haken hat gustav hier (klick!) verwendet ;)! als es noch keine durchsichtigen plastiktüten gab, war pergamin, das aus feingemahlenem zellstoff hergestellt wird, eine möglichkeit, den inhalt in tüten schon von außen zu sehen. viele kennen es vielleicht auch noch von dem papier, mit denen man früher drachen baute.


irgendwann entdeckte ich bei einem trödler diese alten pergaminumschläge (11x8 cm) gefüllt mit briefmarken.  da ich immer gerne mit transparentem papier arbeite, mussten sie natürlich mit und kamen mir jetzt wie gerufen.


passend zu den im umschlag enthaltenen briefmarken hab ich zwei kleine collagen gestaltet. durch den pergaminumschlag wirken sie matt und ein bisschen geheimnisvoll. man muss schon genauer hinschauen und sie von nahem betrachten, um die details zu erkennen.

für euch aber nochmal ohne umschläge, denn auf fotos sind die einzelheiten nicht so gut zu erkennen:


verlinkt mit "papierliebe am montag"


Sonntag, 6. März 2016

gustavs agenda, 28. februar bis 6. märz / hermania




gustavs agende 28. februar bis 2. märz 1920
auch 1920 gab es den 29. februar
  
am 28. hat gustav letzte alte kabel im speditionskontor abgenommen. am sonntag war er bei seiner oma zum essen. sie hat ihn sein lieblingsflammeri gekocht ;-)!
am montag, den 1. märz hat er kisten und material zusammengepackt und ist "abgereist", denn ab dem 2. wird er überwiegend bei "hermania" arbeiten. dort hat er dann einen neuen apparat im hauptkontor angeschlossen (app nr 1). danach war er doch nochmal im speditionskontor und hat den apparat in der wohnung von eberhard wankel nachgesehen.




am 3. märz war gustav wieder zu schule. er fand es diesmal sehr interessant,  das thema war u.a. amerika. dort würde er gerne einmal hinreisen, denn die telefontechnik ist dort schon viel weiter entwickelt als in deutschland ;-)!
am 4. märz hat er bei hermania isolatoren eingesetzt und draht abgewickelt und neu gelegt.
am 5. märz hat der freileitungsdraht nach expedition gespannt.
am 6. märz war er ebenfalls bei hermania und hat in der expedition die leitung auf rollen und in der apotheke eine innenleitung gelegt. 

die "übersetzung" von gustavs sütterlinschrift ist für mich immer eine kleine puzzlearbeit.  inzwischen fällt es mir schon leichter, alles zu lesen - schwierig ist es aber bei namen und wenn gustav undeutlich schreibt oder sütterlin mit lateinischer schrift mischt.  ich hoffe, dass ich die meisten worte richtig übertrage! wenn jemand korrektur lesen möchte: gerne! wenn ihr selbst ein bisschen üben wollt: hier findet man einige leseübungen!


die firma hermania

gründer war carl samuel hermann(1765-1846). er absolvierte bis 1783 eine pharmazeutische ausbildung in halberstadt und besaß später eine apotheke in groß salze. durch forschungen, die er besonders mit salinenabfällen durchführte, gelang es ihm als erste deutsche firma 1802 soda herzustellen. im weiteren verlauf übernahmen sein sohn und später sein enkelsohn hans hermann  die "königlich preußisch chemische fabrik", die später in die "hermania aktiengesellschaft" umgewandelt wurde. viele neue produkte, wie chlorkalk, salpetersäure etc.  kamen in der zeit bis 1920 hinzu. das werk wurde immer wieder vergrößert. auf dem unten gezeigten schild, dass vom elbuferverein schönebeck aufgestellt wurde, könnt ihr die ausmaße des werks 1920 erahnen.



mitte der 1920 jahre liefen die geschäfte nicht mehr so gut und hermania musste konkurs anmelden. 1927 wurden daraus die "chemischen werke schönebeck" gegründet.

"Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gesellschaft von der Sowjetischen Militäradministration beschlagnahmt, später enteignet und 1947 als VEB Chemisches Werk Hermania Schönebeck in Volkseigentum überführt. Es erfolgte eine Modernisierung des Werks. Insbesondere wurden neue Anlagen für die Produktion von Fritten für die keramische Industrie, von Borax für die Glasindustrie und Pharmazie sowie Calciumchlorid. 1960 wurde das Werk in den VEB Fahlberg-List Chemische und Pharmazeutische Fabrik Magdeburg eingegliedert. Von 1970 bis 1972 leitete der Chemiker Hans Bendix den Schönebecker Betrieb. 1972/1973 entstand eine neue Anlage zur Formulierung und Konfektionierung von Herbiziden. Es wurden Unkrautvernichtungsmittel für unterschiedliche Verwendungszwecke produziert. Etwas später erhielt der Betrieb ein neues Heizkraftwerk auf Erdgasbasis."
Nach dem Ende der DDR wurde der VEB Fahlberg-List von der Treuhandgesellschaft übernommen und der Schönebecker Betriebsteil sowie die Lohnproduktion der Sparte Pflanzenschutz des Hauptwerks 1992 an die Schirm-Gruppe verkauft. Im Hermania-Werk, welches sich über 15 Hektar erstreckt, bestanden zu diesem Zeitpunkt 72 Arbeitsplätze. Seit 2001 firmiert das Unternehmen unter den Namen Schirm GMBH Division Hermania.
 quelle: industriemuseum schönebeck

interessant ist, dass ich - wie auch  schon beim speditionskontor - keine informationen über die geschichte während der nazizeit gefunden habe. vielleicht entdecke ich ja beim meinem geplanten besuch im industriemuseum in schönebeck im april einiges dazu.





auf den rechten bildern könnt ihr sehen, wie das werk heute aussieht. alte gebäudeteile von 1920 sind hier nicht mehr zu erkennen. ich selbst habe von dem neuen werk keine fotos gemacht - irgendetwas hat sich in mir  dagegen gesträubt. wahrscheinlich weil aus gustavs zeit nichts mehr zu erkennen war.

nur den blick vom heutigen werksgelände zur elbe habe ich fotografiert. hier ist gustav bestimmt des öfteren langgegangen.

die gesamte geschichte der hermania findet ihr hier (klick!) und auch hier (klick!).


infos zu meinem daily project: hier (klick)!
alle bisherigen gustav-beiträge: hier (klick)!
mein daily project in fotos: hier (klick)


Freitag, 4. März 2016

freitagsallerlei 9/2016






vom letzten blumentag sind noch fresien übergeblieben. die wachsblumen waren komischerweise ganz schnell vertrocknet. ich hab ihnen noch ein paar winterlinge zur seite gestellt, eine kleine eule und einen kunstkatalog von barbara bee, der farblich perfekt passte! schaut mal auf ihren blog, barbara macht tolle tutorials, z.b. hier über "backgrounds for sketchbooks". ihren you-tube-kanal findet ihr hier!



zum vogelhaus kommen in letzter zeit öfter mal schwanzmeisen - total niedlich!


für ghislanas baumsammlung habe ich heute alte, knorrige apfelbäume vom elmrand mitgebracht. sie sind über und über von misteln überzogen und werden wohl nicht mehr lange überleben. schade, denn neue werden hier sicher nicht gepflanzt - sie bringen ja nichts ein...


eine kleine wanderung machten wir am großsteingrab bei groß steinum am dorm, einem kleinen höhenzug nordöstlich des elms. es gibt dort insgesamt drei grabkammern, wovon eine in den 1950er jahren rekonstruiert wurde (oben rechts). an der bockshornklippe (andere fotos) gibt es einen kleinen pfad, wo erklärt wird, wie diese steingräber früher gebaut wurden.

da fiel es mir nicht schwer, ein kleines mandala aus moos und flechtenüberzogenen ästen zu legen, das so gut zu den großen steinen passt.

nur ein blatt machte aus einem moosüberzogenen hohlen baumstamm auch ein mandala! ich schicke beide am sonntag zu lottas "bunt ist die welt". dort werden nämlich mandalas für ghislana gezeigt!


leckere honig-dinkel-cookies nach einem rezept von frau salzkorn. da ich mal wieder spontan gleich nach dem lesen des rezepts gebacken habe, fehlten mir die mandeln - stattdessen kamen ein paar pinienkerne hinein. so sehen meine ganz anderes aus. aber mandeln für die nächsten sind schon eingekauft, denn sie schmecken so gut, dass sie sofort aufgegessen waren. 


am letzten wochenende waren wir auf dem weg an die elbe und trafen auf ein paar kraniche auf futtersuche auf einer wiese. sie müssen zur zeit noch ganz schön frieren...




unser ziel war die alte hansestadt tangermünde, eine sehr charmante stadt mit viel flair und vielen sehenswürdigkeiten. den schönsten blick auf den ort mit der mittelalterlichen stadtbefestigung hat man vom elbdeich am hafen. dort lagen gerade mehrere fluss-kreuzfahrtschiffe.




den blauen himmel über der elbe schicke ich morgen noch zu frau raumfees himmelsversammlung!

 ich wünsche euch ein schönes  frühlingswochenende!



Donnerstag, 3. März 2016

der erste bärlauch







im buchenwald des elm gibt es noch viele kleine, auch unterirdische bachläufe. da, wo es besonders feucht ist, findet man an vielen stellen im frühjahr bärlauch. gestern hatte ich bei der vorbeifahrt erste grüne spitzen entdeckt und bin heute nochmal dorthingewandert, um fotos zu machen. letztes jahr war er eine woche später dran!


einige blätter durften mitkommen und heute abend gibt es zu gebratener polenta den ersten bärlauchdip! 


im garten hingegen tut sich hier im norden noch nicht viel. ein paar krokusse, viele schneeglöckchen und winterlinge, tulpenblätter und huflattichblüten, mehr konnte ich noch nicht entdecken. kein vergleich zu  birgitts süddeutschem garten! schaut mal hier!

und weil der erste bärlauch für mich immer den frühling einläutet, schicke ich ihn gleich zu lottas frühlingszeit!



Mittwoch, 2. März 2016

musterschnitt 1


 schnipselkiste - hier sammele ich auch bunte papiere für "gustavs agenda"

meine mano-miniaturausstellung mit klein geschnittenen teilen alter aquarelle und acrybilder vom montag wollte ich noch ein bisschen weiterverarbeiten.


hier wird es expressionistisch...

und pastellig...

 pop art geht auch...

und neo-expressionistisch...

und grafisch...


ein bisschen papier hab ich auch noch verwebt

streifen von alten fotoreihen u. a. papieren geschnitten

 und verwebt


 schöne details - ich seh fische!

ich erinnerte mich an eine ausstellung der künstlerinnen GEGO und eva hesse in hamburg, wo u.a. auch verwebtes papier von gertrud goldschmidt (GEGO) zu sehen war, das mich damals sehr faszinierte. hier (klick!) habe ich über die ausstellung berichtet.
meiner erster versuch gefällt mir ganz gut und ich habe lust, noch ein bisschen weiter damit zu experimentieren.

mehr geschnittene muster heute bei frau müllerin!


LinkWithin

Related Posts with Thumbnails