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Mittwoch, 11. Januar 2017

winterliches


in meiner kindheit war ich ein schneekind.  wir hatten - zumindest in meiner erinnerung - jeden winter von mitte november bis zum märz viel schnee im nordhessischen bergland. nach der schule wurden die  ranzen in die ecke gepfeffert, schnell was gegessen und dann mit dem schlitten raus, später auch mit skier. das halbe dorf traf sich dann an der kulle. das war eine steile straße im ort und die beste schlittenbahn, die es gab - auch wenn man unten scharf nach rechts lenken musste, weil man sonst gegen die hauswand der örtlichen gaststätte geknallt wäre. aber das hat niemand gemacht, wir waren alle erfahrene winterkinder - fuhren natürlich kopf voraus auf dem bauch liegend! bei den anwohnern waren wir nicht beliebt, denn die  kulle verwandelte sich nach einiger zeit der exzessiven rodelei in eine spiegelglatte eisfläche. gestreut wurde damals noch nicht - wie gut für uns!

mustercollage januar 2016

mit 11 oder 12 jahren bekamen wir die ersten skier. das war das einzigste jahr, wo weihnachten kein schnee lag! aber der kam bald und es dauerte nicht lange und wir fuhren wie die weltmeister die hügel am dorfrand herunter, bauten uns kleine sprungschanzen, wo wir schon mal einige meter weit schafften. natürlich gab es wettbewerbe, wer am weitesten sprang. ich war meistens ziemlich gut! am wochenende fuhren wir mit dem vater nach wilhelmshöhe, wo die berge höher waren und wir lange abhänge herunterdüsen konnten. 

 schneeflocken, januar 2016

ein weiteres vergnügen (was ich auch heute noch gerne mache!) war "glieten" - so nannte man in nordhessen das schliddern auf selbst angelegten eisbahnen. natürlich ohne schlittschuhe, die hatten wir nämlich nicht, sondern ganz einfach mit straßenschuhen. oft waren die von uns kindern angelegten bahnen ziemlich lang (ich schätze so bis zu 15 metern) und lagen zum teil auf gehwegen oder an straßenrändern. manchmal auch auf zugefrorenen kleinen überschwemmten teichen an der fulle (fulda). das waren die besten rutschbahnen, denn da meckerte  kein anwohner über uns. 

sketchbook, januar 2016

ich liebe heute noch das geräusch, wenn man auf  halbzugefrorenen pfützen da eis  zertritt. davon kann ich gar nicht genug bekommen und bin ganz wild auf solch kleine eisflächen. da ist keine pfütze vor mir sicher! natürlich haben wir früher schneemänner und iglos gebaut, schnee gegessen und eiszapfen als lutscher benutzt, engel im tiefen schnee gemacht, viele schneeballschlachten und wanderungen durch verschneite wälder.

schneemuster, januar 2016

in meiner jugend und späteren ausbildungszeit spielte skifahren keine rolle mehr. da war einfach kein geld für teure ausrüstung und skiurlaube vorhanden. schlitten sind wir natürlich jeden winter gefahren, aber meistens waren mir die schlittenberg zu voll und es ging dort zu hektisch zu. so verlor sich langsam meine schneeleidenschaft. außerdem wurden die winter eigentlich immer schneeärmer.

collage, januar 2016
 
als unsere tochter dann geboren war, kam ein bisschen der schneeleidenschaft zurück, denn die kindliche freude am rumtoben und schlittenfahren war immer ansteckend. ich erinnere mich gerne an viele wanderungen in der braunschweiger gegend, die wir mit dem schlitten im schlepptau gemacht haben. 

 
vermustertes zapfenmandala,  januar 2016


einige der aufregendsten wintertage verbrachten wir zum jahreswechsel 1978/79 in einem dänischen ferienhaus. das war das jahr der schneekatastrophe, wo in ganz norddeutschland tagelang der gesamte verkehr zum erliegen kam, strom- und telefonnetze ausfielen und wo leider auch mehrere menschen den tod fanden. hätten wir uns damals nicht massenweise holz für den kaminofen bei leerstehenden ferienhäusern geklaut, wären wir wahrscheinlich bei tiefstemperaturen um die minus 10 grad in unserer holzhütte auch erfroren. 

 winter in dänemark

für mich war es ganz wunderbar, dass die deutsch-dänische grenze damals für mehrere tage dicht war, weil ich so erst mit 3tägiger verspätung zu meiner - damals ungeliebten - arbeitstelle zurückkonnte. freunde von uns wurden übrigens von einer dänischen familie für ein paar tage aufgenommen, denn sie waren auf der rückreise in einer schneewehe steckengeblieben! sie haben heute noch sehr netten kontakt zu ihren rettern!

 schneeverwehungen in dänemark

in meiner späteren berufstätigkeit musste ich viel mit dem auto unterwegs sein und da machte winter so überhaupt keinen spaß! ich habe es gehasst, morgens im dunkeln zur arbeit zu fahren, abends erst im dunkeln zurückzukommen und tagsüber meistens in überheizten räumen zu sitzen. jedes jahr wartete ich sehnsüchtig auf den frühling, auf mehr helligkeit und die möglichkeit, zumindestens die mittagspause draußen verbringen zu können.

sketchbook, januar 2016


heute bin ich überhaupt kein kein winterfan mehr. ich mag weder die lange dunkelheit und schon gar nicht die kälte. ich werde von jahr zu jahr mehr ein "frostköttel" wie man bei uns zu sagen pflegt. natürlich freu ich mich, wenn es dicke flocken schneit und der garten von einer dicken, weißen, weichen decke überzogen wird, wenn kristalle die bäume verzaubern und man bei blauem himmel durch den wald stapfen kann. 




aber das ist leider viel zu selten bei uns der fall und bei grauem nebelwetter und feuchter luft bin ich höchst ungern draußen und schaue schon anfang januar nach, ob sich im garten irgendwo spitzen von grün zeigen. über die ersten schneeglöckchen jubele ich und freue mich unglaublich über die ersten warmen sonnenstrahlen. ich liebe den frühling mit all seinen wunderbaren facetten und kann es nicht abwarten, bis endlich die ersten anzeichen davon zu sehen sind.


dann geh ich jetzt mal raus, füttere die vögel und suche unter der hecke nach spuren von winterlingen! meinen post schicke ich vorher noch zu astrids wintersammlung.
 


vorfreude!


Mittwoch, 27. Januar 2016

mustermix / sketchbook / gustavs agenda


neue muster für den mustermittwoch von frau müllerin habe ich heute nicht, dafür aber ein paar neue sketchbook*-seiten plus eine kleine collage meiner januar-musterideen.






verwendet hab ich eigene drucke und zeitungsschneeflocken, das innenfutter alter briefumschläge, zeitungs-, buch und geschenkpapierschnipsel, alte tapeten, fisch und anhänger von frau müllerin, diverse ausgestanzte kreise.


meine collage fällt recht winterlich in graublautönen aus. so ist er halt, der januar! ich bin schon sehr gespannt, welches thema sich frau müllerin für den februar ausgedacht hat! alle musterbeiträge findet ihr heute hier!

*ich verwende für mich übrigens lieber das wort "sketchbook", weil  es zwar der übersetzung nach auch skizzenbuch heißt, aber der begriff inzwischen (eigentlich seit dem sketchbook-project) übergreifender in der bedeutung ist und die bücher/hefte verstärkt auch mixed media, collagen, notizen, fotografisches, malerei, drucke etc etc enthalten.


gustavs agenda




auch von meinem dailyproject gibt es neues zu berichten. weil gustav eine ziemlich langweilige woche hatte - er musste die ganzen vier tage im speditionskontor verbringen - habe ich ihm ein bisschen farbe gegönnt und ihm hoffnung auf einen sommerurlaub am meer gemacht. aufpassen muss er schon, wenn er bei der arbeit tagträumt, denn sein chef kontrolliert ihn doch sehr stark. hier ist übrigens auch mustergültiges papier von frau müllerin dabei!

vom 23. - 26. januar hat er überwiegend apparate angeschlossen und störungen beseitigt. mal sehen, was er die nächsten tage so erledigen muss. mehr dann am freitag.  alle meine gustav-seiten gibt es wie immer hier zu betrachten! 

 ps: die pailletten vom freitag gehen übrigens an mond, ghislana und nadine!

Mittwoch, 20. Januar 2016

eis und schnee


nachdem ich letzte woche  michaelas und ghislanas skizzen-/musterbücher gesehen hatte, bekam ich große lust, mein recht vernachlässigtes muster-sketchbook wieder hervorzuholen und machte mich auch gleich ans werk.


pinguine gehören natürlich zu eis und schnee dazu

mein schneeflockenstern vom weihnachtsfenster wurde auch mit eingeklebt

 ebenso die zeitungsschneeflocken vom vorletzten mittwoch


mehr seiten zeig ich euch nächste woche, da ist ja immer noch eis und schnee an der muster-tagesordnung. obwohl ich ja langsam lieber ein paar frühlingsblüher vermustern würde...  die unterschiedlichen schriftarten im sketchbook bringe ich noch bei frau nahtlusts papierliebe vorbei.


bei meiner fototour durch schnee und eis fielen mir auch die grasbüschel auf, die aus dem schnee hervorlugten. luis von "dies und das"  hat ja letzte woche auch schon damit gemustert.



ich hab das gras dann mit filzstift und tusche nachgezeichnet und nach dieser methode versucht einen rapport hinzubekommen. so ganz ist es nicht geglückt, ich muss noch ein bisschen üben und werde das mal mit stempeln ausprobieren.











am besten gefällt mir aber das tropfenmuster. unter einem baum tropfte es auf den schnee und ergab diese schöne punktestruktur. sieht  ein bisschen aus wie eine küchenarbeitsplatte...

mehr eis und schnee heute wieder bei frau müllerin!

Mittwoch, 13. Januar 2016

eiszapfen und typoliebe

beim letzten freitagsallerlei habe ich euch ja mein zapfenmandala gezeigt und was für ein schneemuster sich daraus ergeben hat. jetzt kommt es als eiskaltes muster daher - eiszapfen der eher ungewöhnlichen art!




die fußabdrücke meiner winterstiefel zeigten auch ganz schöne abdrücke.


und so bin ich für euch noch ein wenig im quadrat gewandelt!

schneeschuhe inclusive eiszapfen wandern zusammen zu frau müllerins mustermittwoch mit dem januarthema "schnee und eis".




papierliebe

ein typomuster von mir vom mustermittwoch aus dem november 2014  hab ich benutzt, um eine kleines heft für frau nahtlusts papierliebe zu kreieren.


so sah das original im damaligen post aus.








und so variabel wird das ganze mit einigen faltungen und wenigen schnitten!

mehr typo von mir: hier und hier und hier!


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