endlich habe ich es einmal geschafft, den schönsten braunschweiger friedhof zu besuchen. es ist der dom-, und st.magnifriedhof, der sich in der nähe des braunschweiger hauptbahnhofes, direkt neben der stadthalle befindet. ich hatte das perfekte wetter für meinen spaziergang am 10. juni, 22 grad und sonnenschein.
auf den friedhöfen sind viele braunschweiger persönlichkeiten bestattet. oben die bestattungsstelle des hofbaurates carl theodor ottmer, von dem in braunschweig heute noch viele bauten zeugen.
peter joseph krahe war der vorgänger von ottmer als als oberbaurath und entwarf u.a. die klassizistische villa salve hospes, die heute den kunstverein bs beherbergt. wer sich dafür interessiert kann sich auf dem krahe-rundweg über den wallring über seine bauwerke informieren.
im hinteren teil des magnifriedhofs wurden große flächen nicht gemäht und bilden mit den alten grabsteinen eine harmonische einheit. sie sind auch ein refugium für viele vögel, kleintiere und insekten fast mitten in der innenstadt.
ich war bestimmt zwei stunden auf dem friedhof unterwegs und habe fast 100 fotos gemacht. von der ruhe und idylle war ich begeistert und auch von zum teil schönen und interessanten schriftzügen und stilelementen auf den vielen grabmalen.
überall entdeckte ich besondere grabmäler. jedes einzelne lud zum genauen hinschauen ein.
hier findet ihr eine auflistung deutscher und braunschweiger persönlichkeiten, die auf dem dom- und st.magnifriedhof begraben liegen, u.a. auch die grabmale der verlegerfamilien westermann, campe und vieweg. bedeutende frauen findet man dort allerdings nicht. alleinig marie huch, eine schriftstellerin (nicht zu verwechseln mit ricarda huch, mit der sie durch ihre hochzeit verwandt war) und tochter des schriftstellers gerstäckers und seiner frau, der hofschauspielerin anna aurora sauer wird dort als einzige frau erwähnt.
im rahmen meiner recherche habe ich festgestellt, dass es in braunschweig noch zahlreiche weitere alte friedhöfe gibt. den ein oder anderen werde ich bestimmt noch aufsuchen und auf dem dom- und st.magnifriedhofes werde ich sicher noch öfter herumspazieren. besonders im frühling soll er von blausternchen übersät sein.
verlinkt bei heikes monatsspaziergängen, wo ihr noch viele andere ausflüge findet. außerdem finden meine naturbeobachtungen noch bei nicoles plausch am gartenaun ihren platz.


























3 Kommentare:
Das ist eine wunderbare Stätte der Ruhe, der Besinnung und des beschaulichen Innehaltens.
Und wohl im Moment auch ein Zufluchtsort vor der Gluthitze.
Einen lieben Gruss,
Brigitte
Was für ein wunderbarer Spaziergang, liebe Manu. Besonders die alten Bäume, die historischen Grabmäler und die ungemähten Wiesen haben mich beeindruckt. Solche Orte strahlen eine ganz besondere Ruhe aus und laden dazu ein, Geschichte und Natur gleichermaßen zu entdecken, nicht wahr?! Ich kann gut verstehen, dass Du dort sicher nicht zum letzten Mal unterwegs warst. Liebe Gartengrüße, Nicole
Das ist ja eher ein mit dem Bonner Alten Friedhof vergleichbarer Ort oder dem in Mülheim an der Ruhr, denn es gibt ja viel ältere Grabmale als auf dem Südfriedhof ( die Prominenz dort ist eher aus dem 20. Jahrhundert ). Dass Friedhöfe zusammengelegt wurden, ist ja auch beim hiesigen Melaten der Fall. Ich hoffe nur immer, dass die alten, kleinen Friedhöfe wenigstens als grüne Oasen erhalten bleiben. Die werden ja überlebensnotwendig...
Alles Liebe für dich und R. ! Dass ihr die Hitze gut übersteht...
💚lich Astrid
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