Sonntag, 15. März 2026

allerlei aus meiner woche (11/2026) und mein monatsspaziergang

 

wir hatten eine wunderbar sonnige und wärmende woche. die temperaturen waren eigentlich mit 16 - 18 grad zu warm für anfang märz, aber wir haben die tage trotzdem sehr genossen. der lange winter steckt uns tatsächlich noch in den knochen!

 


 

bei einem sonntagsspaziergang an der oker wurden wir von einigen schmetterlingen umschwirrt.

 



anfang der woche suchte ich im braunschweiger magniviertel nach gelb für nicole und wurde fündig!

 

 rot ist aber auch nicht schlecht!

 

 
 
mitte der woche gab es nochmal rosenkohl - unser lieblingswintergemüse! das wird wohl der letzte dieses jahr gewesen sein. auf dem markt habe ich schon den ersten einheimischen spargel gesehen!!
 
 
 
den donnerstag habe ich HIER bei 12 von 12 dokumentiert.
 
 

ein hübscher strauß vom markt, den ich aber verschenkt habe. er hat sich eine nacht im schlafzimmer ausgeruht!

 

 
im wohnzimmer stehen immer noch die forsythien - jetzt voll aufgeblüht.
 
 

eigentlich wollte ich gestern in  den botanischen garten, aber das wetter war zu unfreundlich. dieses foto hat meine tochter am mittwoch gemacht. so langsam platzen die knospen der großen magnolie. am boden sind die blausternchen aufgeblüht - so schön!

 

für kirstens sammlung habe ich hier noch einen schönen stromkasten aus wilhelmshaven mitgebracht.


für mein 30-tage-projekt habe ich wieder täglich eine zeichnung gemacht. alle details kommen dann ende märz/anfang april im kreativen monatsrückblick.

 

monatsspaziergang: 

goslar und das mönchehaus-museum für moderne kunst

 

                                                                                                                                 kaiserpfalz goslar

am 1. märz war ich in goslar, um an einem kleinen workshop im rahmen einer ausstellung im mönchehaus museum teilzunehmen.

 


 
von der stadt selbst habe ich heute keine fotos gemacht, denn mein weg führte mich direkt durch die altstadt zum mönchehausmuseum, das sich ein einem wunderschönen alten fachwerkhaus befindet.
 
 
im garten des  museums steht eine von christo und jeanne claude verpackte alte lore vom rammelsberg. christo war gemeinsam mit seiner frau 1987  kaiserringpreisträger. der renomierte kunstpreis wird seit 1975 jährlich verliehen. eine liste der bisherigen preisträger*innen findet ihr HIER. darunter sind namen wie henry moore, rebecca horn oder cindy sherman. interessant: die ersten elf waren übrigens männer, danach kamen ab und zu auch künstlerinnen hinzu. die letzten drei waren preisträgerinnen.
 
 
 kinetische figur von michael hischer im garten des museum
 
 
 
die ausstellung "die fichte spricht, bevor sie bricht" ist eine ausstellung von studierenden der hochschule für bildende künste in braunschweig und hinterfragt u.a. das permanente wirtschaftliche wachstum und die folgen davon, aber auch wie ein gutes leben für alle aussehen kann.
 
 
 
zum  thema "kiepenfrauen im harz" habe ich einen kleinen textilen workshop mit sarah koppe und maria wedemann  besucht, wo gemeinsam gestickt, sich aber auch ein sehr interessanter austausch über die lage von frauen in der damaligen zeit entwickelte. 
 
beide künstlerinnen haben in einem gemeinsamen projekt das thema "kiepenfrauen im harz" untersucht und künstlerisch umgesetzt.  die stickereien von sarah koppe schweben auf zartem stoff durch den raum und erzählen vom harten leben der frauen, die die gemeinden im harz mit waren, nachrichten und  lebensnotwendigen gütern versorgten. über jahrhunderte bis ins erste drittel des 20. jh verrichteten sie neben kindererziehung, haushalt und selbstgefertigten produkten diese schwere arbeit zu jeder jahreszeit zu fuß über die harzberge hinweg.
 
  




 
in geflochtenen weidenkörben, den sog. kiepen, transportierten sie lasten von über 40 kg über weite strecken im harz und im vorland, hatten oft auch ihre kleinkinder in einer kiepe oder einem speziellen mantel dabei. sie waren meist frauen aus armen bergarbeiterfamilien, die damit auch den lebensunterhalt der familien sicherten.
 
 
 
 
einige der heutigen wanderwege im oberharz um bockswiese, wildemann oder clausthal-zellerfeld verlaufen auf den alten pfaden der kiepenfrauen. 
vielen dank an sarah und maria für diesen spannenden workshop und ihre tollen arbeiten. 
mir ist dabei auch eingefallen, dass die mutter - eines inzwischen leider verstorbenen freundes - noch in der nachkriegszeit mit ihrer kiepe in der gegend von bad gandersheim unterweg war. 
 
weitere arbeiten, die mir gut gefallen haben: 
 
 
luise john, vorahnung einer zukünftigen landschaft, papier und kleister auf transparentpapier
 

bogdana bila/usatenko, breath in - breath out, öl, wachs und kohle auf papier
 
thea schüle, ohne titel. sie verarbeitet den nachlass ihrer dementen großmutter, einer begeisterten quilterin.
 
ich habe mir einige stoffstückchen mitgenommen und zu hause gleich in mein gelbes mittwochsmix-journal aufgenommen.  mehr dazu im kreativen monatsrückblick.
 
leider ist die ausstellung inzwischen beendet, aber das mönchehaus-museum ist immer einen besuch wert. die diesjährige kaiserring-preisträgerin  gabriele stötzer, wird vom 10. oktober 2026 bis zum 17. januar 2027 mit einer ausstellung geehrt.


verlinkungen:

monatsspaziergang, flowerday, stromkastensammlung, niwibo sucht gelb, glückmomente 

3 Kommentare:

niwibo hat gesagt…

Was für eine schöne und vor allem gelbe Woche liebe Mano, danke für Deine Sammlungen. Sogar vor dem Museum steht eine gelbe Figur!
Die Ausstellung war bestimmt interessant und das Museum selbst sieht von außen schon wunderbar aus.
Genau wie der kleine Hund im Wind, das Bild hat mir Donnerstag schon am besten gefallen.
Dir nun einen gemütlichen Sonntag, lieben Gruß
Nicole

Quer hat gesagt…

Was für ein Schatz an Bildern und Kunstwerken ist es, den du da vor uns ausbreitest. Die frühlingshellen Farben dominieren, vor allem das leuchtende Gelb!
Dankeschön und frohe Grüsse in die folgenden Tage hinein, die noch einmal ein wenig den Winter hofieren. :--)
Brigitte

Astridka hat gesagt…

Wieder mal zutiefst bedauert, dass ich nie in deiner Heimatregion war. Goslar hätte ich gerne kennengelernt. Die Schilderung der harten Arbeit der Kiepenfrauen hat mich bedrückt. Der Gegensatz zu den zarten Stoffgebilden könnte nicht krasser sein.
Bei dir gibt es immer viel Schönes zu entdecken…
Magnoliengrüße aus Köln!
Astrid

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