in den ersten maitagen haben wir einen ausflug in das museumsdorf hösseringen in der südheide in der nähe von uelzen gemacht. wir kennen es schon seit den 1980er jahren, weil ein freund dort einmal gearbeitet hat. aber wir waren ein paar jahre lang nicht mehr dort und hatten schon länger vor, uns dort mal wieder umzuschauen um zu sehen, was sich verändert hat.
wir hatten einen wunderschönen sonnentag erwischt und waren begeistert von den vielen blühenden obstbäumen. vermisst habe ich, dass dort wie früher keine hühner mehr herumlaufen.
in den häusern kann man ohne führung herumspazieren. ich mag immer besonders die details, die das leben von früher widerspiegeln.
der brümmerhof ist das größte bauernhaus im museumsdorf.
"Als Einzelhof lag der Brümmerhof nicht im Verband eines Dorfes und besaß seine eigene Ackerflur. Zentrum des Hofes war das große Haus, das 1644 von Veit Brümmerhof und seiner Frau erbaut wurde. Woher der Hof am Schluss des verheerenden Dreißigjährigen Krieges die Mittel für solch einen repräsentativen Bau hatte, ist nicht bekannt. Von dem Reichtum des Bauherren zeugen nicht nur die Größe des Hauses mit seinem beeindruckenden Fachwerkgefüge und das reiche Schnitzwerk, sondern auch die Verwendung teurer Backsteine und die großen Glasfenster. Für den Hausforscher Gerhard Eitzen (1916-1996), der sich in zahlreichen Aufsätzen mit dem Hausbau in der Lüneburger Heide beschäftigt hat, ist das Haus eine „Gipfelleistung“ des damaligen Zimmerhandwerks, ein „letztes Meisterwerk […] in der Epoche des allgemeinen Niedergangs“. quelle
seht ihr sie? oben in der luke des speichers sitzt eine eule. leider ist meine handykamera nicht besonders gut...
zum brümmerhof gehören auch zwei treppenspeicher, ein backhaus, ein hofschafstall, eine bleicherhütte, ein "lokus" und ein großer obst- und gemüsegarten. dort findet man auch viele alte bienenkörbe und eine kleine ausstellung zum thema imkerei. einiges konnte ich aufgrund der starken sonneneinstrahlung und des gegenlichtes nicht fotografieren.
blick auf haupthaus und garten des brümmerhofes
im gemütlichen kaffeegarten des museumsdorfes machten wir unter blühenden obstbäumen eine kleine pause, bevor wir uns noch einige andere häuser anschauten.
z.b. die alte schmiede - leider vergaß ich innen ein paar fotos zu machen.
in der blaugemalten scheune aus wieren gibt es eine ausstellung zum flachsanbau- und zur verarbeitung - leider inzwischen sehr bearbeitungsbedürftig.
alle infos zum museumsdorf findet ihr auf der homepage. dort gibt es auch die termine zu den regelmäßig stattfindenden führungen und veranstaltungen, wie weben oder schmiedearbeiten.
auf der rückreise haben wir es uns noch im schönen bauernhofcafé "rölings hof" in sprakensehl gut gehen lassen! der kuchen dort ist immer ein highlight!
meinen beitrag verlinke ich bei heikes monatsspaziergängen.
dieser post enthält gern gemachte, aber unbezahlte und unbeauftragte werbung. eintritt, getränke und kuchen haben wir selbstverständlich selbst bezahlt!


























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